Die Interessengemeinschaft Hanauer Altstadt
lädt ein zum Vortrag
"Wilhelm II. (1859-1941), der letzte Deutsche Kaiser (2. Teil)"
Dienstag, 30. Sept. 2025, 19:30 Uhr
Ort: Karl-Rehbein-Schule, Schlossgartensaal
Referent: Dr. Jürgen Opfermann
Am kommenden Dienstag, 30. Sept. 2025, 19:30 Uhr referiert Dr. Jürgen Opfermann in seinem Vortrag über „Wilhelm II. (1859-1941), der letzte Deutsche Kaiser (2. Teil)“ in der Karl-Rehbein-Schule im Schlossgartensaal in der Hanauer Altstadt.
In diesem Vortrag - Fortsetzung aus dem 1. Halbjahr 2025 - wird die Rolle Kaiser Wilhelms II. im Zeitraum zwischen dem Attentat von Sarajewo bis zu seinem Tod im niederländischen Exil behandelt. Dabei wird auch auf das persönliche Verschulden Wilhelms am Ausbruch des Ersten Weltkriegs eingegangen.
In der sog. Julikrise nach der Ermordung des österreichischen Thronfolgers ergibt sich ein unklares Bild über die Rolle des Deutschen Kaisers. Auf der einen Seite ermutigt das Deutsche Reich seinen österreichischen Bundesgenossen zu einem harten Vorgehen gegen Serbien. Andererseits bemüht sich Wilhelm II. in einem sehr persönlich gehaltenen Schriftverkehr mit Zar Nikolaus, den Ausbruch eines Krieges zu verhindern.
Während des Ersten Weltkriegs wird Wilhelm II. seiner politischen und militärischen Führungsrolle bei weitem nicht gerecht und von der Obersten Heeresleitung in eine Statistenrolle mit repräsentativen Aufgaben gedrängt. In dieser Zeit häufen sich auch depressive Phasen. Nach der Novemberrevolution 1918 muss er als Kaiser abdanken und geht in die Niederlande ins Exil. Im Schriftverkehr aus dem Exil entwickelt er einen sehr problematischen Antisemitismus, der während seiner Regentschaft nicht zu beobachten war.
1941 stirbt Wilhelm in seinem Schloss in Doorn, wo er auch beigesetzt ist. Für seine Beisetzung hat er verfügt, dass keine Reden gehalten und keine Hakenkreuzfahnen gezeigt werden dürfen.
Eintritt frei dank IGHA und dem Hanauer Geschichtsverein.
Seien Sie herzlich willkommen!
